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MonatsarchivMärz 2025

Kommentarspalten voller Hate – Was steckt dahinter?

Wer sich durch Kommentarspalten auf Social Media, Newsseiten oder YouTube scrollt, stößt immer häufiger auf eine Welle aus Hate, toxischer Kritik und Verachtung. Seit 2017 beobachte ich eine Veränderung – nicht nur in der Intensität der Kommentare, sondern auch in ihrer Grundhaltung. Was früher kontroverse, aber sachliche Diskussionen waren, ist heute oft ein reiner Schlagabtausch voller Beleidigungen und Feindseligkeit. Es scheint, als wäre die Spaltung unserer Gesellschaft nirgendwo sichtbarer als in den Kommentarspalten. Aber warum ist das so?

Warum ist der Ton in den Kommentarspalten so toxisch geworden?

1. Die Spaltung der Gesellschaft wird online verstärkt
Unsere Welt ist unsicherer geworden: Pandemie, politische Krisen, Wirtschaftsturbulenzen und gesellschaftlicher Wandel führen dazu, dass sich viele Menschen orientierungslos fühlen. Diese Unsicherheit äußert sich oft in Wut – und die wird in Kommentarspalten abgeladen. Algorithmen sozialer Medien verschärfen das Problem, denn sie bevorzugen kontroverse, emotionale Inhalte. Extreme Meinungen erhalten mehr Sichtbarkeit, was dazu führt, dass sich die Gräben zwischen verschiedenen Ansichten noch weiter vertiefen.
2. Die Anonymität des Internets enthemmt
Viele Menschen schreiben online Dinge, die sie im echten Leben niemals sagen würden. Der Schutz der Anonymität oder das Gefühl, nur eine von vielen Stimmen zu sein, senkt die Hemmschwelle. Man ist nicht direkt mit den Konsequenzen der eigenen Worte konfrontiert, und so werden aus Meinungen schnell Beleidigungen.
3. Das Bedürfnis nach Kontrolle und Bedeutung
Warum fühlen sich so viele Menschen gezwungen, sich zu allem zu äußern – selbst zu Themen, von denen sie wenig Ahnung haben? Dahinter steckt oft das Bedürfnis, Kontrolle über die eigene Realität zu gewinnen. In einer komplexen Welt gibt es Sicherheit, eine starke Meinung zu vertreten. Wer online viel kommentiert, hat das Gefühl, Einfluss zu nehmen, gehört zu werden und Bedeutung zu haben.
4. Der digitale Empörungsmodus als Ventil für Frust
Ein weiteres Phänomen ist die zunehmende „Empörungskultur“. Oft geht es nicht mehr darum, konstruktiv zu diskutieren, sondern darum, recht zu haben und sich moralisch überlegen zu fühlen. Dabei wird ein Ventil gesucht, um eigene Frustrationen loszuwerden – ob über die Politik, die Gesellschaft oder das eigene Leben.

Ich sage immer: niemand kennt die absolute Wahrheit und es gibt eben verschiedene Perspektiven. Somit hat jeder irgendwie recht. Man könnte Dingen auch versuchen neutral zu begegnen….

Was sagt das über unsere Gesellschaft aus?

Kommentarspalten sind ein Spiegel der Gesellschaft. Sie zeigen, wie tief Unsicherheit, Frust und Spaltung verwurzelt sind. Gleichzeitig wird deutlich, dass die digitale Welt oft weniger Raum für echte, respektvolle Diskussionen lässt.
Die Frage ist: Wie gehen wir damit um? Lassen wir uns von der digitalen Negativität mitreißen, oder schaffen wir bewusst Räume für echten Austausch? Der Wandel beginnt mit Bewusstsein – und vielleicht mit der Entscheidung, sich nicht von jedem Kommentar provozieren zu lassen.

Schadet uns You Tube Werbung?

Du bist auf YouTube, klickst ein Video an – UND schon wieder eine Werbung: „Dieses Coaching hat mein Leben verändert! In nur 3 Monaten sechsstellige Umsätze!“ Oder: „Wenn du dieses eine Geheimnis kennst, wirst du finanziell frei!“ Klingt verlockend, oder? Doch was steckt wirklich dahinter?

„Reich“ durch was?

Die Wahrheit ist: Die meisten dieser Werbetreibenden verdienen ihr Geld nicht mit dem, was sie dir beibringen, sondern mit dem Verkauf ihrer Kurse. Sie verkaufen dir den Traum von Reichtum, während ihr wahres Geschäftsmodell darin besteht, dich zum Kaufen zu bewegen. Die Frage ist: Sind sie wirklich reich durch ihr Wissen – oder durch Menschen, die sich von FOMO (Fear of Missing Out) treiben lassen und verzweifelt nach einer Abkürzung suchen?
Viele dieser Werbungen nutzen gezielte psychologische Tricks, um zu manipulieren:
  • Dringlichkeit: „Nur noch 3 Plätze frei!“  (Es gibt meist noch mehr Plätze.)
  • Soziale Beweise: „Schau, was meine Teilnehmer sagen!“ (Klingt nach Erfolgsgeschichten – aber sind sie echt?)
  • FOMO (Fear of Missing Out): „Wenn du das nicht nutzt, verpasst du deine Chance!“ ( Nur dieser Kurs wird dir helfen:-)
Wenn ich fünf solcher Werbungen am Tag sehe und bei allen kaufen würde (weil jeder mir suggeriert, ich brauche das), hab ich am Ende ein finanzielles Thema…

Warum der Erfolg anderer nicht dein Erfolg ist

Nur weil ein Werbender sagt, er habe mit seiner Strategie Millionen gemacht, heißt das nicht, dass es auch bei dir oder mir funktioniert. Dein Lebensweg, deine Stärken, deine Fähigkeiten – all das ist einzigartig. Und genau deshalb ist es beinahe gefährlich, blind den Wegen anderer zu folgen.
Wie ich immer schon geschrieben habe, jeder hat seinen individuellen Weg.
Die NEUE WELT, von der Ben und ich immer sprechen, basiert nicht auf Manipulation und Druck. Sie basiert auf Authentizität, Ehrlichkeit und echtem Mehrwert. Menschen, die wirklich etwas Wertvolles zu bieten haben, müssen dich nicht mit FOMO ködern – du wirst es spüren. Weil auch die neue Zeitqualität immer mehr in Richtung FÜHLEN geht. Wir werden darin immer besser und mit der Zeit wissen wir genau, wer ehrlich und echt zu uns ist und wer nicht.
Aber es gibt auch ehrliche Seelen
Es wäre unfair zu sagen, dass jede Werbung manipulativ ist. Es gibt durchaus Menschen mit reiner Absicht, ihr Wissen ehrlich weitergeben möchten – und dennoch FOMO oder typische Marketing Strategien und Verkaufspsychologie nutzen. Warum? Weil viele Menschen nur dann ins Handeln kommen, wenn sie einen gewissen Druck spüren. Manchmal brauchen wir diesen kleinen „Schubs“, um uns selbst eine Chance zu geben.
Daran sieht man „alles ist Balance“.
Doch hier liegt der Unterschied: Ehrliche Anbieter setzen nicht auf Angst, sondern auf Inspiration. Sie verkaufen kein Allheilmittel, sondern bieten konstruktive Lösungen an. Sie spielen mit offenen Karten, anstatt mit künstlicher Verknappung zu arbeiten.

Wie du lernst, auf dich selbst zu hören

  1. Achte auf dein Gefühl. Fühlt sich eine Werbung nach Druck an? Läuft im Hintergrund die Angst, etwas zu verpassen? Dann ist es keine Entscheidung aus deinem wahren Selbst.
  2. Gib dir Zeit. Wenn ein Angebot wirklich gut ist, wird es auch noch morgen da sein. Kaufe nie impulsiv. (HAHA die Tipps sind auch für mich selbst)
  3. Hinterfrage den Anbieter. Ist die Person authentisch? Teilt sie auch ihre Misserfolge? Oder ist es nur Hochglanz-Marketing?
  4. Sei ehrlich zu dir selbst. Brauchst du wirklich diesen Kurs – oder glaubst du nur, dass er deine Probleme löst?
Wir sind in der Lage unsere Probleme selbst zu lösen, naklar ist Unterstützung toll. Aber ich wähle inzwischen genau aus und meistens höre ich auf meine Impulse oder es zieht mich zu jemanden. Dann warte ich, ob der Impuls wiederkommt. Dann lass ich mir helfen:)
Schlusssatz:) Natürlich muss jeder von etwas leben – aber wie Werbung gemacht wird, ist entscheidend. Und die Zeit der Manipulation ist vorbei.